Träumen, Gruseln, Fantasieren...

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Die Schnäppchenjägerin von Sophie Kinsella

Ich habe mich also mal wieder an ein sogenanntes "Frauenbuch" gewagt, ab und zu wird man (ich) dann doch neugierig.

Hier wird die Geschichte von Rebecca Bloomwood erzählt, bzw. erzählt sie sie selber. Ichform finde ich immer etwas problematisch, hier aber ganz und garnicht. Rebecca arbeitet als Journalistin bei einer Finanzzeitung - von Finanzen hat sie allerdings nicht wirklich Ahnung. Weder beim Schreiben - sie langweilt sich jeden Tag aufs neue - noch privat. Denn sie gibt Geld aus obwohl sie keines hat. Sie benutzt liebend gern Visa und alle möglichen Kundenkarten - bei ihrer Hausbank steht sie schon lange in den Miesen. Die Banken versuchen sie bald wöchentlich zu erreichen, sie ignoriert die Post, öffnet sie einfach nicht - denn sie weiß ja was drin steht, und verdrängt es.... Am Telefon läst sie sich verleugnen.

Sie wohnt bei ihrer besten Freundin. Bei sage ich, weil sie nicht wirklich regelmässig Miete zahlt. Diese ist aber gottseidank gut betucht und sehr nachsichtig... So schlendert Rebecca durch Boutiquen und Kaufhäuser, kauft teure Markenkleider und allen möglichen Schnikschnak, sie verfällt in wahre Verzückung wenn sie mal etwas Herabgesetztes findet - und kauft es dann zweimal, war ja schließlich billiger... Achja, übrigends ist sie Single, welcher Mann würde diese Strapazen auch ertragen ?

So wächst ihr Schuldenberg täglich und auch als sie endlich beschließt zu sparen (sie hat ein Buch darüber gelesen), muss sie natürlich um zu sparen erst mal shoppen gehen. Schließlich muss Sparen gut geplant sein. Im Endeffekt gibt sie mehr als vorher aus...

Sie verstrickt sich mehr und mehr in ein Lügengerüst und gerät in sehr unangenehme Situationen. Ihr Sachbearbeiter der Bank verfolgt sie, ihr Chef kommt langsam dahinter dass da etwas faul ist und auch der Plan mit einem Nebenjob endet wegen ihrer Kaufsucht in einem Desaster. So mogelt sie sich durchs Leben und dann kommt alles ganz Dicke, aber lest selbst...

Ich fand das Buch amüsant, erschreckend und auf jeden Fall unterhaltsam. Ein wenig regt es sogar zum Nachdenken an, auch wenn es sicher keinen Tiefgang hat und zu "leichter Lektüre" zählt ! Witzig sind die Mahnungen der Banken etc. die oft abgedruckt sind. Dort erfährt man von Rebeccas neuster Ausrede wie Beinbruch oder Tod einer imaginären Tante. Fantasie hat Rebecca auf jeden Fall, dass muss man ihr lassen !  Ein Buch zum Schmunzeln und Kopfschütteln. Und ein wenig Liebe darf es dann auch noch sein...

 Bild folgt

8.12.06 19:22

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